Warum tauchen Panikattacken häufig in der Nacht auf?

Wenn Sie Panikattacken nachts erleben, dann kennen Sie die Situation nur zu gut: Sie wachen auf, zittern, ringen nach Luft, spüren Schwindel und Ihre Herz rast. Dazu kommen Gedanken, die sich ständig im Kreis drehen. Sie haben Angst, krank zu sein oder zu verzweifeln. Woran liegen die Panikattacken in der Nacht?

 

Stress und eigene Ansprüche als Ursache der Panikattacken nachts

Ärger im Alltag kann zu den Panikattacken führen. Sie unterdrücken diesen Ärger am Tag vielleicht und gestehen sich die Gefühle nicht ein, kontrollieren sich. Nachts aber brechen diese Gefühle wieder aus, denn ann können Sie diese nicht kontrollieren. Stress, der Sie jeden Tag begleitet, staut sich auf und hat nachts die bekannten Folgen. Auch hohe Ansprüche, die Sie an sich richten, können ein Auslöser für Panikattacken sein.

Gedanken daran, diesen Ansprüchen wieder nicht gerecht geworden zu sein, wieder nicht alles geschafft zu haben und zu versagen, spiegeln sich in den Träumen wider und führen zu Panikattacken nachts.

 

Panikattacken durch schlechte Träume

Nicht jede Panikattacke muss durch Stress verursacht sein. Die starken anfallsartigen Ängste können durch Albträume entstehen. Wenn Sie schlecht träumen, dann entstehen auch Gefühle. Diese Emotionen können sich sehr real anfühlen und aktivieren daher die gleichen Gehirnareale wie wirkliche Gefühle, die Sie tagsüber empfinden. Das Angstzentrum im Gehirn – die Amygdala – wird bei Albträumen angesprochen und schüttet Stresshormone im Körper aus.

Die Angstattacke findet zwar nicht im Schlaf statt, aber das Aufschaukeln der Gefühle erfolgt im Traumschlaf.

 

Panik durch Einsamkeit

Nachts drehen sich Ihre Gedanken um Sorgen oder Probleme. Sie steigern sich hinein. Jetzt würde es helfen, mit jemandem zu reden, aber vielleicht sind Sie allein und es ist niemand da, dem Sie sich anvertrauen könnten. Oft ist es gerade der Gedanke, dass Sie völlig alleine sind. Panikattacken führen dazu, dass Sie Sorge haben, einen Herzinfarkt zu bekommen, umzukippen oder nicht mehr aufzuwachen.

In dieser Situation allein zu sein, ist besonders belastend. Es ist still und Sie herum und Sie können weder einen Arzt noch Freunde anrufen. Sie warten auf den Morgen und schlafen irgendwann in den Morgenstunden erschöpft ein.

 

Sich in Sorgen hineinsteigern

Bereits vor dem Einschlafen können Panikattacken auftreten. Besonders wenn Sie nicht einschlafen können und an Probleme denken, an Ängste und das, was Sie immer wieder negativ beeinflusst, dann schaukeln sich diese Gedanken auf. Sie geraten von einer Sorge in die nächste, ohne dass sich eine Lösung abzeichnet. Dadurch schlägt auch das herz schneller, Sie atmen rascher und der ganze Körper fährt hoch – die typischen Angstsymptome.

Sie achten dann auf Ihren Herzschlag, sind über die körperlichen Symptome beunruhigt und dadurch steigern Sie sich noch mehr in die Panik, die Ihnen dann den Schlaf rauben kann.